Gua Sha Massage

Patienteninformation über die Traditionelle Chinesische Medizin – Gua Sha

Entwicklung

Die Gua Sha Behandlung war schon in der Antike eine in China verbreitete alt überlieferte Heilmethode, die man z.B. bei Hitzschlag, Erkältung oder chronischen Schmerzen schnell und überall anwenden konnte. Mit einfachen Hausmitteln wie z.B. einer abgerundeten Porzellankante, einer grossen Messingmünze oder der Rückseite eines Hornkammes in Sesamöl getaucht, strich man über die Haut, bis sich erste Anzeichen einer Rötung zeigten.

Diese Flecken wurden nicht nur zur Diagnose über die Art und Schwere der Krankheit herangezogen, sondern sie waren auch der unverzügliche Beweis, dass die Therapie erfolgversprechend anschlug. Im Laufe der Zeit entwickelten sich spezielle Gua Sha Instrumente, die die Bauern aus dem Horn ihrer Wasserbüffel fertigten. Wer es sich leisten konnte, verwendete dazu auch Jade, den Stein, dem man in China geradezu magische Kräfte zuschreibt. Schon in der frühen Ming Dynastie beschrieb Chang Ching Yueh in seinem Buch einige Beispiele dieser Methode und erklärte die Wirkungsweise: “Das Körperinnere steht mit der Oberfläche in Verbindung. Deshalb werden die krankmachenden Faktoren sich nach unter bewegen, wenn man sie nach unter streicht. Daß die Gifte sich aufwärts bewegen, ist das Widrige, dass sie sich abwärts bewegen das Natürliche. Das Widrige in das Natürliche zu wandeln ist, was die Krankheit heilt.“

Prof. Lu Chi Ru aus Taiwan hat diese überlieferte Methode aufgegriffen, sie in klinischen Studien und in praktischer Anwendung erweitert, vertieft und auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Durch das Einbeziehen der Akupunkturpunkte in die Behandlung, konnte der Erfolg noch signifikant gesteigert werden. Die Gua Sha Therapie genießt heute wieder eine grosse Popularität in China und viele Behandlungs – und Ausbildungszentren sind neu entstanden.

Gua Sha basiert auf der Theorie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Bei Erkrankungen, die wir mit den Methoden der Akupunktur, Akupressur und Reflexzonenmassage erfolgreich behandeln können, werden wir auch mit der Gua Sha Methode Erfolge erzielen. Die TCM versteht den menschlichen Körper als eine organische Ganzheit. Alle seine Bestandteile stehen, durch die Gefässe (12 Meridiane) und Kapillaren verbunden, in dauernder wechselseitiger Beziehung. Im „Huang Di Nei Jing“, des Kaisers Klassiker der Inneren Medizin, wird gesagt:“ Was auch immer im Inneren vorgeht, es wird sich an der Oberfläche zeigen.“ Auf der Haut können wir die äußeren Merkmale einer krankhaften Veränderung der Viscera ablesen. Dabei sind die Gefässe die Mittler zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Körpers. Umgekehrt beeinflusst deshalb auch eine Stimulation der Haut die Krankheit im Inneren. Die Signale setzen sich über den Pfad Haut, Kapillaren, Gefässe bis zu den Organen fort und sorgen für den Gleichklang der negativen und positiven Energien tief im Inneren des Körpers. Gua Sha, das Streichen an bestimmten Stellen der Haut, regt die Durchblutung an, vermindert die Verspannung der Muskulatur, erweckt den Metabolismus der Zellen zu neuem Leben und iniziirt auf diese Weise den inneren Ausgleich der Lebensenergie Qi.  Das Ungleichgewicht der Energien wird damit als Ursache der Krankheit beseitigt, und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Das natürliche Gleichgewicht im menschlichen Körper ist die Voraussetzung für die Gesundheit.